Bayerische Kommunalwahlen 2026 – Ihre Stimme für die Demokratie!
Von Cornelia Thomas, Stadträtin, Umweltreferentin, Kreisrätin
Am 8. März 2026 sind Kommunalwahlen in Bayern. Bürger*innen in Bayern wählen an diesem Tag die Stadt- und Kreisrät*innen, die (Ober-)Bürgermeister*innen und Landrät*innen.
Wahlberechtigt sind in der Regel deutsche Staatsangehörige, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben und in ihrem Wahlgebiet wahlberechtigt sind. Dazu müssen Sie seit mindestens 3 Monaten an einem Wohnort in der jeweiligen Gemeinde oder im jeweiligen Landkreis gemeldet sein.
Aber man muss nicht zwingend am 8. März ins Wahllokal gehen. Wer am Wahltag keine Zeit zum Wählen hat kann auch schon vorab per Briefwahl seine Stimme abgeben.
Was machen eigentlich die Kommunen und die Landkreise?
Die Kommunen sollen die Daseinsvorsorge sicherstellen: den Bau und den Unterhalt von Schulen, Kindertagesstätten, Friedhöfen, Straßen, Öffentlichem Nahverkehr (oft in Zusammenarbeit mit dem Landkreis), sowie Kultur- und Sozialangebote.
Sie entscheiden über das Bauplanungsrecht, Bebauungspläne, die Stadtentwicklung und den Umwelt- und Klimaschutz vor Ort. Und sie sind zuständig für den Bürgerservice, also z.B. Standesamt, Bürgerbüro, Meldewesen, Gewerbeanmeldungen sowie für Sicherheit und Ordnung, z.B. bei Weihnachtsmärkten.
Die Kommunen entscheiden auch mit, wenn es um die Vergabepolitik bei lokalen Projekten, örtliche Wirtschaftsförderung u.a. geht.
Landkreise übernehmen dieKoordination überregionaler Aufgaben, wie z.B. die Abfallwirtschaft, Erhalt der Kreisstraßen, landkreisweite Schuleinrichtungen (z.B. Berufs- und Förderschulen) und die Gesundheitsvorsorge (z. B. öffentliche Gesundheitsdienste).
Sie sind zuständig für die Planung der Infrastruktur über mehrere Gemeinden hinweg (Verkehr, ÖPNV, Regionalplanung).
Und sie finanzieren die Sozialen Dienste, z.B. Jugendhilfe, Integration und Katastrophenschutz. Außerdem fördern sie die Zusammenarbeit mit und zwischen den Gemeinden und die Integration in übergeordnete staatliche Strukturen, z.B. das staatliche Bauamt.
Warum wählen gehen?
Um direkten Einfluss zu nehmen auf den Alltag vor Ort: hier werden direkte Entscheidungen getroffen zu Straßen, Schulen, Kita-Plätzen, öffentlichen Gebäuden, Sicherheit, Sport und Kultur.
Ihre lokalen Politiker haben großen Einfluss auf die lokale Entwicklung: bei der Gestaltung von Bebauungsplänen, wenn es um Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen geht sowie bei Verkehrskonzepten.
Es geht um Geld und Ressourcen: Kommunen und Landkreise verteilen Haushaltsmittel für lokale Projekte. Mit Ihrer Stimme beeinflussen Sie, welche Prioritäten gesetzt werden.
Also: wenn Sie unsere Demokratie stärken wollen, dann gehen Sie am 8. März zur Wahl.